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Typografie

Typografie im Webdesign bedeutet mehr als nur eine Schriftart auswählen. Sie umfasst alles, was damit zusammenhängt, wie Text auf einer Seite dargestellt wird: Schriftgröße, Zeilenabstand, Zeichenabstand, Textbreite, Hierarchie zwischen Überschriften und Fließtext.

Dabei ist Typografie oft der Unterschied zwischen einer Website, die professionell wirkt, und einer, bei der man nicht genau sagen kann warum, aber irgendetwas stimmt nicht. Meistens ist es die Schrift.

Was gute Web-Typografie ausmacht

  • Lesbarkeit: Eine Textzeile sollte zwischen 60 und 80 Zeichen breit sein. Breitere Zeilen strengen die Augen an. Kürzere wirken hastig. Der Zeilenabstand liegt idealerweise bei 1,4 bis 1,6.
  • Schrifthierarchie: Mindestens zwei Größenstufen, am besten drei. Headline, Zwischentitel, Fließtext. Wer mehr als vier Stufen nutzt, verliert an Übersichtlichkeit.
  • Systemschriften vs. Webfonts: Systemschriften wie die auf Apple- oder Windows-Geräten vorinstallierten Fonts laden sofort und verlangsamen die Seite nicht. Webfonts von Google oder anderen Anbietern bieten mehr Auswahl, kosten aber Ladezeit.

Ein verbreiteter Fehler: Fließtext zu klein setzen. Unter 16 Pixel sollte Körpertext im Web nicht erscheinen. Was auf dem Laptop noch lesbar aussieht, kann auf dem Smartphone schon zu klein sein. Typografie ist keine Kleinigkeit.